Dieses
Bild zeigt das neue Zelt in der Bibelgalerie Meersburg.
Thea
Groß, die Leiterin der Bibelgalerie schrieb im Mai 2009:
Allen,
die in der Nähe von Meersburg sind oder extra herkommen wollen, eine herzliche
Einladung, die neue Bibelgalerie zu besichtigen – insbesondere unser neues
Nomadenzelt, das Doris und Primo Egli, Renate und Dieter Milerski und Inge
Ehemann konzipiertund
mit vielen unserer ehrenamtlichen Mitarbeitenden aufgebaut haben … Es ist eine
Wucht!
http://www.bibelgalerie.de/
Eglifiguren als feste Größe in der Arbeit mit Kindern von Günter Schlierbach
Bericht von der
Landestagung der bayerischen Kinderkirche in Hassfurt
Der Landesverband für Evangelische Kindergottesdienstarbeit
in Bayern hatte zur Landestagung für Mitarbeitende in der Kirche mit Kindern
unter dem Motto „Aus dem Vollen schöpfen“ ins unterfränkische Hassfurt
eingeladen. Den etwa 750 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Bayern bot
sich ein reichhaltiges Programm mit vielen kreativen Möglichkeiten für die
Arbeit mit Kindern.
Christine Häusler, Ursula und Günter Schlierbach vertraten
die efa-Regionalgruppe Bayern mit einem Infostand
im Markt der Möglichkeiten und einem Workshop zur Figurenarbeit. Drei Szenen,
die sich an den Themen der Tagung orientierten, erregten die Aufmerksamkeit am
Infostand: Jesus und die Samariterin, die Hochzeit zu Kana sowie die Geschichte
von Jakob und Esau. Das Interesse war groß, manchmal herrschte starker Andrang.
Erstaunlich und erfreulich war, dass die meisten
Besucherinnen und Besucher Eglifiguren schon kannten oder selbst welche in
Kursen hergestellt hatten. Nur ganz selten kam mal die Frage: „Was kosten die
Figuren?“ „Ich setze sie im Kindergottesdienst ein“, war sehr oft zu hören. Die
Möglichkeit, sich Anregungen für Kleidung und Anordnung der Szenen zu holen,
wurde dankbar angenommen. Da gab es dann auch manch freudiges Wiedersehen mit
Kursteilnehmerinnen, die man schon lange nicht mehr gesehen hatte.
Auch der Workshop,
den Christine Häusler leitete, war gut besucht. Nach einer Einführung in
Herkunft, Aufbau und Herstellung der Figuren wurden die Möglichkeiten zur
Umsetzung von Bewegungabläufen, Körpersprache und Darstellung von Beziehungen
vorgestellt. In Gruppenarbeit wurde die Geschichte von Jakob und Esau in Szene
gesetzt und anschließend bewertet.
Die ausgelegten efa-Faltblätter erfreuten sich großen
Interesses, und eine Liste mit den Adressen der bayerischen Kursleiter/innen
war bald vergriffen.
Das erfreuliche Fazit der Veranstaltung: Eglifiguren sind zu
einer festen Größe in der Arbeit mit Kindern geworden und bewirken landauf,
landab, dass bei jungen Menschen Interesse geweckt und Freude am Evangelium
vermittelt wird.
Ein kurzer Bericht mit Bildern vom Workshop ist auch unter www.aus-dem-vollen-schoepfen.de
zu finden. Ursula und Günter
Schlierbach, Christine Häusler
Fäden
knüpfen und verbinden – Freunde finden
Mit
diesen Worten beginnt ein Lied, das ich vor vielen Jahren bei einem
Gottesdienst zum Thema „Gemeinschaft“ kennen gelernt habe. Wenn
ich die vielen Kurse, die ich in den letzten zehn Jahren besucht
habe, Revue passieren lasse, finde ich viele Parallelen zur Arbeit an
– und mit den Figuren. Viele Fäden sind nötig, damit aus
dem Sisalgerüst, dem Trikot, dem Duvetine und dem Fell eine
Figur wird. Mehr noch: Egli-Figuren sind wie Fäden. Sie
verknüpfen die Vergangenheit mit der Gegenwart. Das Gestern mit
dem Heute. Das Ich mit dem Du zum Wir. Gott wird gegenwärtig und
die Botschaft Jesu greifbar. Meine Fäden zu den Egli-Figuren
wurden 1995 auf dem 26. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg
geknüpft. Ein Workshop zum Thema „Biblische Erzählfiguren“
stand auf dem Programm. Es folgten eine kurze Beschreibung der
Figuren und ihre Einsatzmöglichkeiten. Dies weckte mein
Interesse und so lernte ich zum ersten Mal die „Figuren mit
Bleifüßen und ohne Gesichter“ kennen. Etwa ein Jahr
später kam es zu einer erneuten Begegnung. Eine Kollegin stellte
im Rahmen eines Seminartags – wir waren junge Religionspädagogen
im Vorbereitungsdienst - die „Egli-Figuren“ vor. Dabei erfuhren
wir auch, dass ihre Schwiegermutter Kursleiterin ist. So kam ich zu
„meiner“ Kursleiterin und auf die stattliche Anzahl von
mittlerweile 64 Figuren. Ans Aufhören denke ich noch lange nicht
und dafür gibt es so manchen Grund. Eine Ausstellung, die ich
mit Schülerinnen einer 10. Klasse anlässlich des Tags der
offenen Tür an unserer Schule organisiert hatte, brachte es an
den Tag. Geplant war, die gesamte „Mose-Geschichte“ darzustellen,
dafür aber reichten die damals 40 Figuren nicht aus…. Und dann
ist da noch ein weiterer wichtiger Aspekt: Die freundschaftliche
Verbundenheit zu einigen Kursteilnehmern, und vor allem der
Kursleiterin und ihrem Ehemann, der sie tatkräftig unterstützt.
So manche Fertigkeit, Einsicht und Erkenntnis verdanke ich dem
segensreichen Wirken der beiden. So wurde für mich das Fertigen
der Figuren und die Arbeit mit ihnen zu einer besonderen Form der
Gottesbegegnung.