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Was ist eine biblische Erzähl(Egli)figur? PDF Drucken E-Mail
Rund um die Figur

I
ch bin eine biblische Erzählfigur.
In vielen Arbeitsschritten und Stunden bin ich entstanden.
Ich werde von Hand selbst hergestellt,
ebenso alles, was mich bekleidet und ausstattet.

Mein Anblick erfreut viele Menschen.
Man darf mich in die Hand nehmen, biegen und formen.
Ich kann mit meinem Körper Freude,
Trauer und vieles andere mehr ausdrücken.

Es freut mich, dass sofort gefragt wird:
Wer soll das sein? Wer ist das?
Meine „Schöpfer“ geben mir einen Namen.
Mit Namen sind Geschichten verbunden
und die möchten erzählt werden.
Meine Geschichte möchte erzählt werden,
die sich in der Zeit der Bibel ereignet hat.

 
figur

 Text von Gini Neumann
 Figur von Beate Badel


Was ist das Besondere an diesen Figuren?

Die biblischen Erzählfiguren nach Doris Egli sind nicht als Spielzeugpuppen herkömmlicher Art gedacht und werden deshalb nicht als Puppen bezeichnet. Wie schon die Bezeichnung „Figur“ zum Ausdruck bringt, sind sie zum Formen und Gestalten konzipiert, um als Medium für Botschaften unterschiedlichster Art zu dienen.
Biblische Erzählfiguren original Doris Egli werden selbst hergestellt,
 dadurch entsteht eine besondere Beziehung zu den Figuren.
Das erste Besondere an diesen Figuren ist, dass sie komplett vom Besitzer selbst hergestellt werden. Aus Styrodur, Sisal und Bleifüßen entsteht eine bewegliche Figur. Die Erstellung bzw. Kreation dieser Figuren ist ein intensiver Vorgang für den „Schöpfer“. Er gibt etwas von sich persönlich hinein, ja verleiht der Figur eine Seele.
Dass bereits während der Entstehung eine Beziehung zwischen „Schöpfer“ und Figur entsteht, zeigt sich oft im behutsamen Umgang mit der Figur und dadurch, dass der „Schöpfer“ mit der Figur spricht und ihr einen Namen gibt: „Du bist mein ... “
Ist die Figur fertig, zeigt sich noch einmal in ihrer Ausstattung, welche Bedeutung sie für ihren „Schöpfer“ hat. Die Bekleidung und das Zubehör werden liebevoll gewählt und gefertigt.
 
Biblische Erzählfiguren nach Doris Egli (Egli-Figuren) können immer wieder verformt werden.

 
Das zweite Besondere an diesen Figuren ist, dass sie durch ihren biegsamen Körper und ihre sehr schweren Füßen in alle menschlichen Körperhaltungen formbar sind und so die verschiedensten Körperbewegungen darstellen können.
Trotz des immer wieder verformt werden
und behalten sie dennoch eine große Standfestigkeit bei.
 
Das Gesicht der Egli-Figuren ist bewusst nicht ausgestaltet,
sondern nur konturiert.

Eine weitere Besonderheit ist ihre Gesichtslosigkeit. Somit ist sie nicht auf einen bestimmten Ausdruck festgelegt. Dadurch wird ein hohes Maß an Ausdruckskraft erreicht.
Es wird mehr auf die Körpersprache geachtet.
 Sie bringen nicht nur Bewegungen der Menschen zum Ausdruck,
sondern auch Gefühle,
 wie Freude, Trauer ...
Die „beseelten“ Figuren strahlen eine große Ausdrucks- und Anziehungskraft aus.
Die meisten Betrachter freuen sich über ihren Anblick und lassen sich von ihnen berühren. Die Figuren erzählen auf so natürliche Weise vom Leben der Menschen, dass man ihnen gerne zuschaut, ja sich einlässt in einen Dialog. Sie bringen Inneres nach außen, geben diesem mit ihrem Körper einen Ausdruck.
Die biblischen Erzählfiguren nach Doris Egli fixieren nicht.
Siesind offen für Begegnungen verschiedenster Art.
Da sie hineingestellt werden in den biblischen Lebensraum, transportieren sie die Lebenswelt, die Familien- und Glaubensgeschichten der Bibel, ihre Botschaften und das Wort Gottes an uns heutigen Menschen.










Letzte Aktualisierung ( Samstag, 15. November 2008 )
 
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