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Homepage des egli-figuren-arbeitskreis Deutschland e.V.
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Bild von Martina Stein
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Die Figur selbst, durch ihre
Ausstrahlung und Kleidung, lädt zum Erzählen ein. Die Frage von Seiten
des Betrachters: „Wer soll das sein?“ bzw. „Wer ist das?“, diese Frage
zeigt Interesse und ist wie eine Tür, durch die nun der Erzähler mit
einer Geschichte eintreten kann. Er kann diesen Raum mit einer
Erzählung füllen, denn Namen sind mit Geschichten verbunden. Die Figur
kann so zum Schlüssel zu einer Erzählung werden.
Indem ein Name genannt wird und Fragen dazu
gestellt werden: „Kennst du diese Person? Weißt du, was diese Person
erlebt und erfahren hat? Soll ich dir seine/ihre Geschichte erzählen?“,
bedarf es nicht noch mehr. Dabei brauche ich die Figur nicht einmal in
die Hand nehmen.
Durch Erzählungen werden die Zuhörer z.B. zu
Personen und Lebens situationen der biblischen Zeit geführt und damit
konfrontiert. Die Figur dazu veranschaulicht bzw. konkretisiert die
Erzählung. So kann der Zuhörer durch die Figuren Personen der Erzählung
„leibhaftig“ begegnen.
Wenn nun noch der Raum dazu geschaffen wird
(z.B. durch Tücher, Sand, ...), in dem sich diese Erzählung ereignet
hat (= Figurenbild), wird die Erzählung lebendig und aktuell.
Verstärkt wird diese Begegnung, wenn Hand
angelegt wird und die Figur den Ausdruck und die Gefühle der Person
darstellt, von der erzählt wird.
Somit ist mit den Figuren auch ein
Erzählprozess darstellbar. Veränderungen, bis hin zur Stimmung einer
Erzählung, können mit den Figuren festgehalten werden.
Mit einem Satz oder
mehreren Sätzen wird ein Bild zum Ausdruck gebracht, das der Zuhörende
sich vorstellen kann. Er lässt vor seinem geistigen Auge ein Bild
entstehen, malt es mit seiner Fantasie. Jedes weitere Ereignis oder
jede Veränderung in der Erzählung lässt ein neues Bild entstehen.
Diese mit Worten gemalten Bilder reihen sich aneinander wie die Perlen
an einer Perlenkette. Jedes Bild ist wie eine Perle. Mit den Figuren
kann ich diese Bilder, diese Perlen, ja die ganze Geschichte wie eine
Kette darstellen. Gini Neumann
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Wie man Geschichten erzählen soll
Man bat einen Rabbi, dessen Großvater ein Schüler des Baalschem gewesen
war, eine Geschichte zu erzählen. "Eine Geschichte", sagte er, "soll
man so erzählen, dass sie selber Hilfe sei." Und er erzählte: "Mein
Großvater war lahm. Einmal bat man ihn, eine Geschichte von seinem
Lehrer zu erzählen. Da erzählte er, wie der heilige Baalschem beim
Beten zu hüpfen und zu tanzen pflegte. Mein Großvater stand und
erzählte, und die Erzählung riss ihn so hin, dass er hüpfend und
tanzend zeigen musste, wie der Meister es gemacht hat. Von der Stunde
an war er geheilt. So soll man Geschichten erzählen."
(vgl. Martin Buber: Die Erzählungen der Chassidim, Zürich 1949)
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. März 2009 )
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